Worum es geht
- Längsprofile zeigen Höhenverlauf und Gefälle entlang der Achse.
- Querprofile liefern Breiten, Böschungskanten, Sollkörper und Mengengrundlagen.
- Stationierung und links/rechts-Angabe machen Profilpunkte später auffindbar.
Achse, Station und Profilrichtung
Vor der Aufnahme müssen Achse, Stationierungsrichtung und Profilseite feststehen. Eine Station beschreibt die Länge entlang der Achse, nicht die Luftlinie. In Bögen und Übergängen ist wichtig, ob Querprofile rechtwinklig, radial oder nach projektspezifischer Vorgabe geführt werden.
- Station 1 + 350 bedeutet 1350 m entlang der Achse.
- Links und rechts beziehen sich auf die Stationierungsrichtung.
- Profilpunkte brauchen Lagebezug, Höhenbezug und Punktbeschreibung.
Längsprofil für Verlauf und Gefälle
Das Längsprofil zeigt den Höhenverlauf entlang der Achse. Es ist wichtig für Gradiente, Entwässerung, Anschlusshöhen und Plausibilitätskontrolle. Geländeknicke, Schächte, Anschlüsse und Bauwerkskanten sollten als eigene Stationen oder Zusatzpunkte erscheinen.
Überhöhung = Längenmaßstab / Höhenmaßstab Querprofil für Breiten, Böschungen und Mengen
Das Querprofil schneidet Gelände und Sollkörper quer zur Achse. Es zeigt Fahrbahn, Bankett, Graben, Böschung, Sohle, Bestand und Arbeitsraum. Für Mengen müssen Auftrag und Abtrag als Flächen nachvollziehbar entstehen können.
Maßstab und Darstellung bewusst wählen
Im Längsprofil wird der Höhenmaßstab oft stärker gewählt, damit Gefälle und Knicke sichtbar werden. Im Querprofil sollten Länge und Höhe in der Regel gleich skaliert bleiben, damit Böschungen und Breiten nicht falsch wirken. Maßstäbe und Bezugslinie gehören auf den Plan.
Geländepunkte und Datenexport prüfen
Zwischen Profilpunkten wird das Gelände vereinfacht verbunden. Deshalb müssen Kuppen, Mulden, Böschungskanten, Gräben, Fahrbahnränder und Sohlwechsel als eigene Punkte aufgenommen werden. Beim Export sollten Achse, Station, Querabstand, Höhe, Code und Planstand erhalten bleiben.
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Checkliste
- Achse, Stationierungsrichtung und Profilseite vor Ort festlegen.
- Regelprofile um Geländeknicke, Anschlüsse und Bruchkanten ergänzen.
- Links/rechts, Querabstand, Höhe und Punktcode konsequent führen.
- Maßstab, Höhenbezug und Planstand im Profilplan angeben.
- Profile vor Massenberechnung gegen Gelände und Sollkörper plausibilisieren.
Typische Fehler
- Nur Regelabstände aufnehmen und Geländewechsel übersehen.
- Stationen in Bögen als Luftlinie statt Achslänge behandeln.
- Links/rechts durch Richtungswechsel in der Achse vertauschen.
- Profilplan ohne Planstand oder Höhenbezug in die Mengenrechnung geben.
Wissen wird wertvoll, wenn es im Projekt sauber dokumentiert ist.
Mit sitepit bleiben Aufmaß, Fotos, Planstände, Tagesberichte und Nachweise dort, wo Bauleitung und Büro sie später wiederfinden.