Fahrbahnmarkierung, Leiteinrichtungen und Schutzeinrichtungen

Markierungen und Leiteinrichtungen übersetzen den Entwurf in ein lesbares Verkehrssystem. Sie führen, ordnen, trennen und schützen.

Markierung Praxiswissen mit Checkliste Stand 03.05.2026

Worum es geht

  • Markierungen dienen der optischen Führung, der Aufteilung der Fahrbahn und der Verkehrsregelung.
  • Leitpfosten, Borde, Schutzplanken, Betongleitwände und Anpralldämpfer schützen Verkehrsteilnehmer und Bauwerke.
  • Ungültige Markierungen müssen so entfernt werden, dass keine verwirrenden Restbilder entstehen.

Aufgaben der Markierung

Fahrbahnmarkierungen zeigen Fahrstreifen, Ränder, Sperrflächen, Haltlinien, Furten, Parkstände und Richtungspfeile. Sie müssen zur Beschilderung passen und besonders bei Dunkelheit, Nässe und Baustellenverkehr verständlich bleiben.

Markierungsarten

Längsmarkierungen können durchgehend oder unterbrochen sein. Quermarkierungen kennzeichnen Haltlinien, Fußgänger- und Radfurten. Sperrflächen halten befestigte Bereiche frei. Sonderzeichen wie Pfeile, Zahlen, Buchstaben und Piktogramme verdeutlichen den Verkehrsablauf.

Material und Baustellenmarkierung

Markierungsstoffe müssen haften, sichtbar und verschleißfest sein. Weiße Markierung kennzeichnet den Dauerzustand; gelbe Markierung wird typischerweise für temporäre Baustellenverkehrsführung verwendet und hat dort Vorrang vor weißer Markierung.

Leit- und Schutzeinrichtungen

Leitpfosten, Leittafeln, Borde und Geländer unterstützen die optische Führung. Schutzplanken und Betongleitwände verhindern oder begrenzen das Abkommen von der Fahrbahn, schützen Gegenverkehr, Bauwerke, Masten, Bäume, Lärmschutzwände und Absturzbereiche.

Anpralldämpfer und Sonderstellen

Feste Hindernisse wie Inselspitzen oder Brückenpfeiler können besondere Schutzeinrichtungen benötigen. Anpralldämpfer entschärfen Unfallfolgen an Stellen, an denen Hindernisse nicht entfernt oder anders geschützt werden können.

Passende Rechner zu diesem Thema.

Checkliste

  • Markierungsplan mit Beschilderung und Signalplanung abgleichen.
  • Dauer- und Baustellenmarkierung widerspruchsfrei führen.
  • Ungültige Markierungen vollständig und dauerhaft unkenntlich machen.
  • Schutzeinrichtungen nach Hindernis, Absturzhöhe, Verkehr und Geschwindigkeit wählen.
  • Motorradschutz, Bauwerksschutz und Anfangs-/Endausbildung prüfen.

Typische Fehler

  • Alte Markierungen nur überdecken, sodass Restbilder bleiben.
  • Sperrflächen anordnen, die regelmäßig überfahren werden müssen.
  • Schutzplanken zu spät vor dem Hindernis beginnen lassen.
  • Leiteinrichtungen ohne Sicht- und Unterhaltungskonzept setzen.

Wissen wird wertvoll, wenn es im Projekt sauber dokumentiert ist.

Mit sitepit bleiben Aufmaß, Fotos, Planstände, Tagesberichte und Nachweise dort, wo Bauleitung und Büro sie später wiederfinden.

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