Worum es geht
- Rasterpunkte geben Struktur, Zusatzpunkte geben Geländeform.
- Bruchkanten sind für DGM und Massen oft wichtiger als ein engeres Raster.
- Höhenlinien sind eine Interpretation der Messpunkte und müssen zum Gelände passen.
Aufgabe und Genauigkeit klären
Vor der Aufnahme sollte klar sein, wofür die Daten gebraucht werden: grober Geländeplan, Baugrube, Planum, Abrechnung, DGM oder Maschinenmodell. Daraus ergeben sich Rasterweite, Punktdichte, Höhenbezug und der Aufwand für Zusatzpunkte.
Raster plus Bruchkanten
Ein regelmäßiges Raster liefert eine prüfbare Ordnung. Es übersieht aber Geländewechsel, wenn diese zwischen den Rasterlinien liegen. Deshalb werden Böschungskanten, Grabenachsen, Rinnen, Kuppen, Mulden, Mauern, Fahrbahnränder und Sohlwechsel zusätzlich aufgenommen und im Datensatz als solche kenntlich gemacht.
Punktbeschreibung statt Zahlenwolke
Höhenpunkte ohne Beschreibung sind später schwer zu bewerten. Ein Punktcode oder eine kurze Bemerkung wie Böschung oben, Rinne, Bestandkante oder Planum hilft bei Auswertung, Höhenlinienführung und Nachweis gegenüber Auftraggeber oder Bauleitung.
Interpolation nur zwischen passenden Punkten
Zwischen zwei gemessenen Punkten wird für die Interpolation vereinfacht ein gleichmäßiger Verlauf angenommen. Das ist nur dort plausibel, wo keine Bruchkante, Mulde oder Kuppe dazwischenliegt. Für Höhenlinien und Massen sollte die Verbindung der Punkte deshalb fachlich geprüft werden.
x = s / Delta H * Delta h Delta H = H2 - H1 Übergabe an Plan, DGM oder Abrechnung
Je nach Ziel werden aus den Punkten Höhenkoten, Höhenlinien, ein Dreiecksnetz oder ein Rastermodell. Zur Übergabe gehören Höhenbezug, Koordinatensystem, Aufnahmedatum, Punktdatei, Bruchkanten und eine Aussage, welche Bereiche nicht oder nur eingeschränkt aufgenommen wurden.
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Checkliste
- Zweck der Aufnahme und geforderte Genauigkeit festlegen.
- Rasterweite an Geländeform, Bauaufgabe und Massennachweis anpassen.
- Bruchkanten, Tiefpunkte, Hochpunkte und Entwässerungslinien gesondert aufnehmen.
- Punkte mit Code oder Beschreibung ausgeben.
- Höhenlinien oder DGM gegen sichtbare Geländeform prüfen.
Typische Fehler
- Ein gleichmäßiges Raster mit einem vollständigen Geländemodell verwechseln.
- Höhenlinien quer über Gräben, Kuppen oder Böschungskanten ziehen.
- DGM ohne Bruchkanten für Erdmassen verwenden.
- Höhenpunkte ohne Höhenbezug, Datum oder Punktbeschreibung weitergeben.
Wissen wird wertvoll, wenn es im Projekt sauber dokumentiert ist.
Mit sitepit bleiben Aufmaß, Fotos, Planstände, Tagesberichte und Nachweise dort, wo Bauleitung und Büro sie später wiederfinden.