Straßenquerschnitt: lichter Raum, Fahrstreifen, Seitenstreifen und Bankett

Der Querschnitt zeigt, wie der Straßenraum seitlich aufgebaut ist. Er übersetzt Verkehrsaufgabe, Sicherheit, Entwässerung, Baugrund und Umgebung in Breiten, Neigungen und Randbereiche.

Querschnitt Praxiswissen mit Checkliste Stand 03.05.2026

Worum es geht

  • Der lichte Raum muss von Hindernissen freigehalten werden und berücksichtigt Fahrzeuge, Sicherheitsräume und Seitenräume.
  • Fahrstreifen, Randstreifen, Seitenstreifen, Bankette, Trennstreifen, Geh- und Radwege erfüllen unterschiedliche Funktionen.
  • Böschungen und Bankette sind keine Restflächen, sondern wichtig für Standfestigkeit, Entwässerung und Unterhaltung.

Lichter Raum

Der lichte Raum ist der Bereich, der für Verkehrsteilnehmer und Sicherheitsabstände freizuhalten ist. In ihm dürfen keine festen Hindernisse stehen. Das betrifft nicht nur Bauwerke, sondern auch Schilder, Masten, Geländer, Bäume, Einbauten und temporäre Baustelleneinrichtungen.

Fahrbahn und Fahrstreifen

Die Fahrbahn besteht aus einem oder mehreren Fahrstreifen. Zusätzliche Fahrstreifen können für Abbiegen, Steigungen, Einfädeln oder Busverkehr erforderlich sein. Die Breiten ergeben sich aus Straßenkategorie, Geschwindigkeit, Bemessungsfahrzeug, Verkehrszusammensetzung und Sicherheitsanforderungen.

Randbereiche und Seitenräume

Randstreifen, Seitenstreifen und Bankette stützen die Fahrbahn, schaffen Ausweich- und Sicherheitsräume, nehmen Schilder oder Leitpfosten auf und erleichtern Unterhaltung. Besonders Bankette müssen tragfähig und entwässerungstechnisch funktionsfähig bleiben, weil aufgewachsene Bankette den Wasserabfluss behindern.

Gehwege, Radwege und Trennstreifen

Innerorts entscheidet der Seitenraum oft über die Qualität des Straßenraums. Gehwege, Radwege, Parkstände, Grünstreifen, Haltestellen und Lieferflächen konkurrieren um Breite. Deshalb wird der Querschnitt nicht nur fahrgeometrisch, sondern auch städtebaulich und barrierefrei betrachtet.

Böschungen und Bermen

Dämme und Einschnitte brauchen standsichere Böschungen. Bei größeren Höhen werden Bermen, Entwässerung, Erosionsschutz und Bepflanzung wichtig. Die Böschung beeinflusst Grunderwerb, Massen, Pflege, Sicht und Lärmschutz.

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Checkliste

  • Lichten Raum für alle Verkehrsarten und Einbauten kontrollieren.
  • Breiten aus Verkehr, Bemessungsfahrzeug, Geschwindigkeit und Regelwerk ableiten.
  • Bankette auf Tragfähigkeit, Entwässerung und spätere Pflege prüfen.
  • Geh- und Radverkehr nicht als Restbreite planen.
  • Böschungen mit Baugrund, Erosion, Pflege und Grunderwerb abstimmen.

Typische Fehler

  • Schilder, Masten oder Bepflanzung in den lichten Raum rücken.
  • Bankette zu schmal oder nicht tragfähig ausführen.
  • Seitenräume innerorts nur nach Kfz-Verkehr dimensionieren.
  • Böschungsentwässerung und Pflegezugang vergessen.

Wissen wird wertvoll, wenn es im Projekt sauber dokumentiert ist.

Mit sitepit bleiben Aufmaß, Fotos, Planstände, Tagesberichte und Nachweise dort, wo Bauleitung und Büro sie später wiederfinden.

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