Worum es geht
- Die RSA 21 sind die aktuelle Bezugsebene für die verkehrsrechtliche Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen.
- Der Verkehrszeichenplan ist Grundlage für Anordnung, Aufstellung, Kontrolle und Dokumentation.
- Verkehrssicherung und Arbeitsschutz greifen ineinander, ersetzen sich aber nicht gegenseitig.
Was die RSA 21 regeln
Die RSA 21 behandeln die verkehrsrechtliche Sicherung von Arbeitsstellen auf und an öffentlichen Verkehrsflächen. Sie ordnen Arbeitsstellen nach Dauer, Lage und Verkehrsbedeutung und unterstützen die Auswahl von Absperrungen, Verkehrszeichen, Markierungen, Umleitungen, Fahrstreifenführungen und Schutzmaßnahmen.
Verkehrszeichenplan
Der Verkehrszeichenplan zeigt, wie Verkehr während der Bauzeit geführt wird. Er enthält Sperrungen, Verkehrszeichen, Absperrgeräte, Fahrstreifenbreiten, Querungen, Rad- und Gehführungen, Umleitungen, Haltverbote, Bauabschnitte und gegebenenfalls Lichtsignalanlagen. Er wird mit der zuständigen Verkehrsbehörde abgestimmt und angeordnet.
Fuß- und Radverkehr
Sicherung endet nicht bei der Fahrbahn. Gehwege, Radwege, Querungen, Haltestellen und Grundstückszugänge müssen erkennbar und nutzbar bleiben oder sicher umgeleitet werden. Besonders kritisch sind provisorische Engstellen, fehlende Sicht, Bordkanten, Rampen, Dunkelheit und wechselnde Bauzustände.
Baustellenbetrieb und Kontrolle
Aufgestellte Sicherungseinrichtungen müssen regelmäßig kontrolliert werden. Wetter, Dunkelheit, Verschmutzung, angefahrene Baken, fehlende Leuchten, verschobene Absperrungen oder veränderte Bauabläufe können eine zuvor richtige Sicherung unzureichend machen. Kontrollen gehören in die Dokumentation.
Abgrenzung zum Arbeitsschutz
RSA 21 und Verkehrszeichenplan betreffen die Verkehrssicherung nach außen. Arbeitsschutz, Arbeitsstättenrecht und Schutz der Beschäftigten auf der Baustelle sind zusätzlich zu betrachten. Fahrstreifen, Arbeitsraum, Sicherheitsabstände, Maschinenbewegungen und Anlieferung müssen zusammen funktionieren.
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Checkliste
- Arbeitsstelle nach Dauer, Lage, Verkehrsart und Bauphase einordnen.
- Verkehrszeichenplan vor Baubeginn anordnen lassen und auf der Baustelle verfügbar halten.
- Fuß-, Rad- und ÖPNV-Führung gleichrangig mit der Kfz-Führung prüfen.
- Sicherungseinrichtungen regelmäßig kontrollieren und Kontrollen dokumentieren.
- Bauphasenänderungen erst nach Anpassung der Sicherung freigeben.
Typische Fehler
- Regelplan unverändert übernehmen, obwohl die örtliche Situation abweicht.
- Geh- und Radverkehr provisorisch auf Restflächen führen.
- Anlieferung und Maschinenbewegungen nicht in die Verkehrsführung einplanen.
- Aufbau der Sicherung nicht kontrollieren, nachdem Verkehr läuft.
Wissen wird wertvoll, wenn es im Projekt sauber dokumentiert ist.
Mit sitepit bleiben Aufmaß, Fotos, Planstände, Tagesberichte und Nachweise dort, wo Bauleitung und Büro sie später wiederfinden.