Worum es geht
- Feuchtdichte, Trockendichte, gesättigte Dichte und Dichte unter Auftrieb beschreiben unterschiedliche Zustände.
- Porenanteil und Porenzahl lassen sich aus Dichte und Korndichte ableiten.
- Volumenbestimmung im Feld erfolgt je nach Boden über Ersatzverfahren, Schürfgruben oder radiometrische Verfahren.
Feucht, trocken, gesättigt
Die Feuchtdichte bezieht die feuchte Masse auf das Gesamtvolumen. Die Trockendichte nutzt die Trockenmasse. Bei Wassersättigung kommen Porenwasser und Auftrieb ins Spiel. Für Baugrundnachweise muss klar sein, welcher Zustand gemeint ist.
rho = mf / V rho_d = md / V rho_prime = rho_sat - rho_w Korndichte
Die Korndichte beschreibt die Masse der festen Bodensubstanz ohne Poren. Sie wird im Labor häufig mit Pyknometerverfahren bestimmt oder in einfachen Fällen über Erfahrungswerte angesetzt. Sie ist Hilfswert für Porenanteil, Porenzahl und Sedimentationsanalyse.
Porenanteil und Porenzahl aus Dichte
Wenn Trockendichte und Korndichte bekannt sind, lassen sich Porenkennwerte ableiten. Diese Werte helfen, Lagerungsdichte, Setzungsneigung und Verdichtungszustand einzuordnen.
n = 1 - rho_d / rho_s e = rho_s / rho_d - 1 Feldverfahren für Volumen
Bei der Dichtebestimmung muss neben Masse auch Volumen bestimmt werden. Das LM1 beschreibt Sandersatzverfahren, Gipsersatzverfahren, Flüssigkeitsersatzverfahren, Schürfgrubenverfahren und radiometrische Verfahren. Die Methode muss zu Korn, Schicht, Baustellengröße und Genauigkeitsziel passen.
Warum der Wert in der Bauakte zählt
Eine Verdichtungsprüfung ohne saubere Dichte- und Wassergehaltsbestimmung ist kaum prüffähig. Für spätere Nachweise sollten Prüfpunkt, Schicht, Tiefe, Verfahren, Wetter, Wassergehalt und Bezug auf Proctordichte dokumentiert werden.
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Checkliste
- Zustand des Dichtewerts eindeutig benennen: feucht, trocken, gesättigt oder unter Auftrieb.
- Volumenverfahren passend zu Bodenart und Größtkorn wählen.
- Korndichte bei kritischen oder ungewöhnlichen Böden nicht blind annehmen.
- Prüfpunkte mit Schicht, Lage, Tiefe und Einbaudatum dokumentieren.
- Dichtewerte immer mit Wassergehalt und Verdichtungsanforderung verbinden.
Typische Fehler
- Trockendichte und Feuchtdichte in Verdichtungsnachweisen vermischen.
- Auftrieb unter Grundwasser nicht berücksichtigen.
- Zu kleines Messvolumen bei grobkörnigem Material wählen.
- Einzelwerte ohne Lagebezug in die Dokumentation legen.
Wissen wird wertvoll, wenn Baugrundentscheidungen im Projekt sauber dokumentiert sind.
Mit sitepit bleiben Gutachten, Fotos, Aufmaß, Planstände, Tagesberichte und Nachweise dort, wo Bauleitung und Büro sie später wiederfinden.